NKF-Partner Thomas Sprecher mit Stellungnahme an das USZ für Prof. Francesco Maisano

In der Herzchirurgie des UniversitätsSpitals Zürich (USZ) kommt es zum „Battle Doctoral“. Und auch zum Duell Walder Wyss gegen NKF. Nach dem Untersuchungsbericht des USZ von Walder Wyss erstatte nun NKF-Partner Dr. Thomas Sprecher, unterstützt von Associate Livia Keller, eine schriftliche Stellungnahme im Namen und Auftrag von Prof. Dr. Francesco Maisano z.H. von Prof. Gregor Zünd, dem Vorsitzenden des Spitalrates. Die Stellungnahme von NKF enthält dabei auch 178 Beilagen, welche teilweise geschwärzt sind.

NKF nimmt dabei u.a. wie folgt Stellung im Auftrag von Prof. Dr. Francesco Maisano:

Ein „Hinweisgeber“ hat im Dezember 2019 beim Universitätsspital Zürich (nachfolgend „USZ“) zahlreiche Vorwürfe gegen Prof. Maisano erhoben. Sie wurden durch die Untersuchungsleiter überprüft.

Der Bericht stellt ein Element der laufenden Untersuchung dar. Er ist veröffentlicht worden, noch bevor Prof. Maisano dazu Stellung nehmen konnte. Seither ist eine unsägliche, vorverurteilende und persönlichkeitsrechtsverletzende Medienkampagne gegen ihn losgetreten worden, welcher der Bericht zum Teil Vorschub leistete. Diese krass einseitige Kampagne gegen Prof. Maisano schädigt seinen Ruf und seine Reputation auf unverantwortliche Weise. Weil er sich an die Vorgaben des USZ hielt und sich bis heute zu den kaum erträglichen Vorwürfen öffentlich nicht äusserte, war Prof. Maisano dieser wirkungsmächtigen Kampagne bisher schutzlos ausgeliefert. Die mit immer neuen Behauptungen des „Hinweisgebers“ gefütterte Medienkampagne führte dazu, dass diese Behauptungen von weiteren Medien ungeprüft übernommen werden und auch andere wichtige Stakeholders sie als Fakten behandeln.

Für Prof. Maisano stand und steht bei seiner Tätigkeit als ethisches Leitprinzip stets das Patientenwohl im Mittelpunkt. In keinem der diskutierten Fälle wurde die Patientensicherheit gefährdet. In keinem von ihnen kam eine Patientin oder ein Patient zu Schaden. Die vom „Hinweisgeber“ gegen Prof. Maisano gerichteten Vorwürfe hinsichtlich seiner ethischen Grundhaltung entbehren jeder Grundlage. Sie wurden durch den Bericht selbst und werden auch durch die vorliegende Stellungnahme widerlegt.

Die gegen Prof. Maisano vom „Hinweisgeber“ erhobenen Vorwürfe sind ein unfundiertes Konstrukt zur Schädigung von Prof. Maisano. Insbesondere der schwerwiegende Vorwurf, Prof. Maisano habe aus Eigeninteresse Devices von Unternehmen eingesetzt, mit denen er verbunden ist, wurden bereits durch den Bericht explizit widerlegt. Die Untersuchungsleiter fanden „keine konkreten Hinweise darauf, dass Prof. Maisano bestimmte Devices aus Eigeninteressen einsetzte, obschon dies nicht im Interesse der Patienten gewesen wäre“. Damit deckt sich die Erkenntnis der Untersuchungsleiter mit der Erkenntnis des im Herbst 2019 an der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie (nachfolgend „Klinik Herzchirurgie“) durchgeführten Audit.

Die Haltlosigkeit dieses Vorwurfs zeigt sich schon an der überaus geringen Anzahl der genutzten innovativen Devices von Unternehmen, mit denen Prof. Maisano verbunden ist. Die Klinik Herzchirurgie hat unter seiner Leitung seit 2014 insgesamt 3’329 Patienten wegen Herzklappenerkrankungen behandelt. Dabei wurden lediglich 45 (1,3%) Klappendevices von Unternehmen eingesetzt, mit denen Prof. Maisano verbunden ist (35 Cardioband Mitral; 6 Cardioband Tricuspid; 4 TriCinch; 1 Cardiovalve). Dieser zentrale Vorwurf des „Hinweisgebers“ ist demnach schon im Ansatz falsch. Auch die Medienkampagne unterschlägt die statistische Kontextualisierung, obwohl diese Teil des Berichts war. Sie greift im Dienste der Skandalisierung selektiv einzelne Feststellungen daraus heraus und verschweigt, dass schon der Bericht Prof. Maisano weitgehend entlaste“

Über Dr. Thomas Sprecher, Partner NKF

Thomas Sprecher ist bekannt für sein Expertenwissen im Stiftungsrecht, Vereinsrecht und Erbrecht. Darüber hinaus verfügt er über umfangreiche Erfahrung in der Beratung von Rechtsstreitigkeiten, im Konkurs- und Restrukturierungsrecht sowie von wirtschaftlichen Fragen. Er berät regelmässig Unternehmen und institutionelle Mandanten in allgemeinen gesellschaftsrechtlichen Fragen, Verträgen und Gerichtsverfahren. Thomas Sprecher berät in seiner arbeitsrechtlichen Praxis Arbeitgeber und Arbeitnehmer in allen Fragen des privaten Arbeitsrechts. Er verfügt über eine bemerkenswerte Medienrechtspraxis.

Über Livia Keller, Associate NKF

Livia Keller vertritt Mandanten in arbeitsrechtlichen, vertraglichen sowie handels- und gesellschaftsrechtlichen Auseinandersetzungen vor kantonalen Gerichten sowie dem Bundesgericht. Sie berät sodann zu verschiedenen Aspekten des Arbeitsrechts, z.B. in Bezug auf Arbeitsverträge, Mitarbeiterhandbücher, Arbeitszeit-Reglemente, Bonusregelungen, nationalen und internationalen Personalverleih sowie arbeitsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen und Umstrukturierungen (einschliesslich Employment Due Diligence, Betriebsübernahmen und Massenentlassungen).

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