Datum:
Montag, 23. März 2025
Veranstaltungsort:
Widder Hotel, Widder Saal, Rennweg 7, 8001 Zürich
Dauer:
13:45 Uhr bis ca. 20:00 Uhr
Programm
Ab 13:45 Uhr
Eintreffen und Öffnung Garderobe
14:00 Uhr
Keynote – KI und der Schweizer Rechtsmarkt: Ein aktueller Lagebericht
Karin Mülchi, Rechtsanwältin, MBA, Dozentin ZHAW und Gründerin Bridge Legal Group AG
14:20 Uhr
KI-Alltag in einer Freiburger Anwaltsboutique, in der Justitia 4.0 getestet wird
Elmar Wohlhauser, Partner FRIBOURG PARTNERS Anwälte & Notare, Pilotkanzlei für Justitia-4.0
Elmar Wohlhauser, Partner einer mittelgrossen Kanzlei in Fribourg, die Teil des Justitia 4.0-Projektes ist, zeigt den KI-Alltag und die derzeitigen Erfahrungen mit Justitia-4.0 praxisnahe auf. Er teilt seine Erfahrungen, Ängste und Vorfreuden. FRIBOURG PARTNERS ist auf den KI-Zug aufgesprungen und setzt auch Omnilex, die Lösung eines ETH-Spinoffs, ein. In einem zweisprachigen Kanton, wie Fribourg, ist es notwendig Eingaben auf Deutsch und Französisch zu machen. Mit DeeplPro wurden alle Mitarbeitenden von FRIBOURG PARTNERS zweisprachig, ein Thema, das auch im Umgang mit anderen Sprachen relevant ist.
15:00 Uhr
Rechtsanwendung mit KI: Mit einem hybriden KI-Ansatz zu mehr Nachvollziehbarkeit
Raphael Zemp, Rechtsanwalt, Wissenschaftlicher Assistent, Universität Bern und Roman Wixinger, Data Scientist, Ergon Informatik AG
Large Language Models (LLMs) und Künstliche Intelligenz (KI) zeigen beeindruckende Fähigkeiten, doch Halluzinationen und fehlende Nachvollziehbarkeit begrenzen ihren Einsatz in der Rechtsanwendung. Wir zeigen einen hybriden Ansatz: Deterministische Entscheidungsbäume machen juristisches Vorwissen explizit und bilden die Prüfungsstruktur reproduzierbar ab. Diese Strukturierung erlaubt einen kontrollierten Einsatz von LLMs, beispielsweise für die Extraktion von Informationen und sprachliche Aufbereitung. Am Beispiel von LexCraft (Universität Bern) demonstrieren wir, wie sich Entscheidungsbäume skalierbar erstellen und durchlaufen lassen. Dadurch bleibt der Einsatz von KI in der Rechtsanwendung nachvollziehbar und erleichtert für Laien den Einstieg in spezialisierte Rechtsgebiete.
15:30 Uhr
High Stakes, High Regulation: Wie ein Casino KI einführt
Jessica Obrist, Paralegal, MBA, Datenschutzbeauftragte Stadtcasino Baden Gruppe
Nina Wüthrich, MBA, Manager Digital Transformation Stadtcasino Baden Gruppe
Die zwei Praktikerinnen aus der Stadtcasino Baden Gruppe zeigen auf, wie künstliche Intelligenz im stark regulierten Casino-Umfeld künstliche Intelligenz in den Betriebsalltag integriert wird, ohne regulatorische Anforderungen aus den Augen zu verlieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Qualifizierung der Mitarbeitenden: Die Referentinnen erläutern, wie Schulungen aufgebaut werden, wie Skepsis abgebaut und wie ein verantwortungsvoller Umgang mit KI-Tools gefördert wird. Zudem geben sie Einblick in die interne KI-Governance des Hauses, die sicherstellen soll, dass der KI-Einsatz mit den strengen regulatorischen Vorgaben im Glücksspielbereich vereinbar bleibt.
16:15 Uhr
Kaffeepause, Netzwerken und Breakout-Sessions
In der Kaffeepause haben Sie die Gelegenheit, vertiefte Gespräche zu führen, Demonstrationen von KI-Tools in der Ausstellung zu testen, sich auszutauschen und zu netzwerken.
17:00 Uhr
KI und Haftung: Bewährte Regeln oder neue Wege?
Dr. Markus Winkler, Rechtsanwalt, Konsulent bei Pestalozzi Rechtsanwälte
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Geschäftsmodelle, sondern stellt auch das Haftungsrecht vor neue Herausforderungen. Der Vortrag von Markus Winkler beleuchtet, wie KI in das bestehende Haftungsregime nach Art. 41 ff. OR und dem Produktehaftpflichtgesetz (PrHG) eingeordnet werden kann und diskutiert, ob diese Regeln ausreichen oder spezielle Ansätze erforderlich sind. Anhand von Beispielen wie Ar. 59a OR (Haftung für kryptografische Schlüssel), der Vertrauenshaftung sowie dem (zurückgezogenen) Projekt einer neuen EU-Richtlinie zur KI-Haftung werden alternative Lösungen sowie die Rolle richterlicher Rechtsfortbildung aufgezeigt. Ziel ist es, Chancen und Risiken für die Praxis aufzuzeigen und einige Impulse für die zukünftige Entwicklung zu geben.
17:45 Uhr
KI im juristischen Alltag: Rechtssicher einsetzen und nutzen – Erste Erfahrungen mit Swiss-Noxtua
Till Eigenheer, Head of Product legalis.ch | Swiss-Noxtua und Dr. David Vasella, Rechtsanwalt, CIPP/E, CIPM, FIP, AIGP, Partner bei Walder Wyss, Lehrbeauftragter für Datenschutzrecht an der Universität Luzern
Wie lassen sich KI-Tools in Kanzleien und Rechtsabteilungen rechtlich und organisatorisch verlässlich einsetzen und nutzen? Swiss-Noxtua dient als konkretes Praxisbeispiel: Nach einer kurzen Demo durch Till Eigenheer berichtet David Vasella aus seiner Praxis als Beta-User – von messbaren Effizienzgewinnen in der Rechtsrecherche und erprobten Anwendungsfällen im Kanzleialltag. Anschliessend ordnet er die relevanten standesrechtlichen Leitplanken (Berufsgeheimnis, Sorgfaltspflichten) und datenschutzrechtlichen Anforderungen nach Schweizer Recht fachlich ein.
18:15 Uhr
Wie die Einführung von KI gelang: Start small, grow tall
David Rosenthal, Partner bei VISCHER
David Rosenthal erläutert, wie VISCHER gegen den Strom schwamm und es der Kanzlei so gelang, KI an breiter Front im Kanzleialltag zu etablieren. Er zeigt weiter auf, welche Anwendungsfälle von KI in der juristischen Arbeit funktionieren und welche nicht. Er gibt auch ein Update, wie es um den aktuellen Zugang zum berufsgeheimniskonformen KI-Modellen steht.
19:00 bis 20:00 Uhr
Feines ohne KI-Tools und ohne Kitchen-Roboter zubereitetes Essen aus der Widder-Küche, vom berühmten AuGust-Fleischkäse bis zu vegetarischen und veganen Speisen, natürlich mit vorzüglicher Weinbegleitung.
Moderation: Jana Gesine Wildberger, Mlaw, Substitutin Advestra
Austeller an der Veranstaltung (inkl. Break-Out-Session): DeepJudge, Omnilex und Swiss-Noxtua
Anmeldung für Künstliche Intelligenz und LegalTech 2026 – 2. Symposium vom 23. März 2025
Teilnahmegebühr: CHF 495.– (Early Bird Preis bei erfolgter Anmeldung bis zum 3. März 2026: CHF 450.–) pro Person (ohne MWST, zahlbar zum Voraus innerhalb von 10 Tagen nach Anmeldung, Rechnung folgt nach Anmeldung)
Vorname, Name:
Unternehmen/Kanzlei:
Strasse, Hausnummer:
PLZ, Ort:
Telefon (direkt):
E-Mail:
Allgemeine Geschäftsbedingungen: Die Anmeldung ist verbindlich. Abmeldungen können nur bis zum 10. März 2026 entgegengenommen werden. Eine angemeldete Person darf bei Verhinderung eine Ersatzperson an die Fortbildung schicken. Die Veranstalterin Venture Law GmbH mit Sitz in Zürich schliesslich jegliche Haftung für Personen- und Sachschäden an der Veranstaltung aus. Die Veranstalterin behält sich eine Programmänderung, einschliesslich der Änderung von Referierenden vor. Weiter behält sich die Veranstalterin eine Absage oder Verschiebung des Anlasses unter Rückerstattung der vollen Teilnahmegebühr vor. Allfällige Lebensmittel- und andere Allergien sind dem Servicepersonal der Veranstaltung rechtzeitig und klar auf eigene Verantwortung zu kommunizieren. An der Veranstaltung können Fotos und Videos gemacht werden, welche auf den Kanälen von LAWSTYLE® (u.a. Print, Online und soziale Medien verbreitet werden). Es ist ausschliesslich schweizerisches Recht anwendbar. Ausschliesslicher Gerichtsstand ist Zürich.
Anmeldung per
E-Mail: mail@lawstyle.ch
Post: Venture Law GmbH, LAWSTYLE, Fortunagasse 11-15 / Rennweg, 8001 Zürich
Telefon: 043 497 86 01


