Fünf Tipps für Prüfungen

Prüfungen sind für alle im Studium eine Herausforderung und der anspruchsvollste Moment des Semesters. Im Grunde sind sie vergleichbar mit Sportwettkämpfen und genau wie bei Sportwettkämpfen können korrekte Vorbereitung und Strategie den Erfolg sichern. In diesem Beitrag werden wir Dir fünf Inputs rundum Prüfungen geben.

#1 Lernstrategie

Vorweg muss betont werden, dass jeder Mensch verschieden funktioniert und nicht alle Lernstrategien bei jedem gleich effektiv sind. Umso mehr ist es sinnvoll dich zu Beginn des Studiums bzw. vor Beginn der Lernphase über verschiedene Lernstrategien schlau zu machen und diese auch auszuprobieren. Dazu findest du im Internet von der sog. «spaced repetition method» bis hin zu Mindmaps diverse Inputs und Methoden.

Zusätzlich zu verschiedenen Lernstrategien ist es sowohl für eine saubere Übersicht als auch für ein eigenes Belohnungsgefühl einen Gedanken wert sich einen Lernplan mit Wochen- und evtl. sogar Tageszielen zusammenzustellen, um sich den Stoff sauber aufzuteilen.

Unabhängig davon, wie du das Lernen genau strukturierst, fang genug früh an und vergiss dabei nicht das bereits Gelernte gelegentlich zu repetieren. Regelmässiges wiederholen festigt den Stoff langfristig.

#2 Lernmaterial

Über die Vorlesungsfolien hinaus gibt es eine breite Auswahl an Lernmaterial, von Zusammenfassungen und Repetitorien bis hin zu Karteikarten. Auch hier musst Du für dich entscheiden, mit welchem Lernmaterial du am besten lernst. Es ist sinnvoll diejenigen Themen, die du weniger gut begriffen hast in einem Lehrbuch oder Kommentar nachzuschlagen bzw. dort den Schwerpunkt für zusätzliches Lernmaterial zu setzen. Für diejenigen, die oft unterwegs sind, ist es sicherlich eine Überlegung wert sich Karteikarten anzueignen, seien sie digital oder analog.

#3 Alte Prüfungen sind Trumpf

Eine Vertrautheit mit dem Prüfungsformat aufzubauen, vereinfacht Dir die Prüfungsphase. Alte Prüfungen und ihre Musterlösungen, die in der Regel online im Prüfungsarchiv abrufbar sind, solltest du zu Beginn der Lernphase (aller spätestens 1 Monat vor der Prüfung) konsultieren.

Alte Prüfungen dienen dazu sich ein Bild des Umfangs einer Prüfung zu machen. Zudem weisen die Musterlösungen (in den meisten Fällen) eine saubere Struktur auf, aus der du entnehmen kannst, wie du deine Antworten aufbauen solltest. Aus den Musterlösungen kannst du ebenfalls entnehmen für welche Ausführungen wie viele Punkte verteilt werden. Wer die Prüfungsphilosophie verstanden hat, hat bereits einen erheblichen Vorteil.

Bei alten Prüfungen sind zwei wesentliche Sachen zu beachten. Erstens sind die Musterlösungen weitaus umfangreicher und detaillierter als diejenigen Antworten, die in der Prüfung für eine volle Punktzahl ausreichend sind. Du darfst dich nicht von den Musterlösungen einschüchtern lassen. Zweitens ist stets zu beachten welcher Lehrstuhl die Prüfung geschrieben hat und welcher Stoff für die Prüfung verlangt wurde, da die Lernziele von Jahr zu Jahr verschieden sein können. Manche Professoren bzw. Lehrstühle haben gewisse Schwerpunkte und Frageinhalte, die sich wiederholen und in fast jeder Prüfung abgefragt werden.

#4 Teamwork makes the dream work

Zusammenarbeit mit seinen Kommilitonen kann die Lern- und Prüfungsphase vereinfachen. Z.b. kann es oftmals sinnvoll sein mit seinen Mitstudierenden alte Prüfungen zu besprechen. Dabei merkt man oftmals auch, wo man eigene Wissenslücken besitzt. Weiter kann ein gegenseitiger Austausch auch Inputs dazu liefern, wie Du Deine Lösung am besten strukturierst bzw. wo Schwerpunkte gesetzt werden sollten.

Hier muss selbstverständlich erneut betont werden, dass nicht jeder effizient in einer Gruppe lernen kann. Es einmal auszuprobieren, schadet aber niemandem.

#5 Prüfungstag

Erholung ist alles, daher lohnt es sich am Abend vor der Prüfung früh ins Bett zu gehen, anstatt nochmals die Karteikarten zu repetieren, denn am Prüfungstag wiegen körperliche und psychische Verfassung schwerer als das wenige Wissen, dass von einer Repetition am Abend vorher noch hängen bleibt.

Es lohnt sich am Prüfungstag früh aufzustehen, um ungestört seinen Morgenablauf durchlaufen zu können und noch etwas Reservezeit zu haben, falls man sich ein wenig verspäten sollte.

Genau wie «Carbloading» vor einem Sportwettkampf wichtig ist, ist auch ein nahrhaftes Frühstück am Morgen des Prüfungstages entscheidend, um deine Energiespeicher ordentlich zu füllen. Koffeinliebhaber sollten unbedingt beachten, dass sie ihrem Cortisolspiegel zur Liebe nach dem Aufwachen rund 1 Stunde warten sollten, bevor sie etwas Koffeinhaltiges zu sich nehmen.

Genau wie bei der Lernstrategie bestimmen sich die feineren Details bei jeder Person einzeln; manche repetieren am Morgen nochmals ihre persönlichen Knackpunkte, während andere am Prüfungstag gar keine Lernmaterialien mehr konsultieren. Hier musst du schauen, was für dich persönlich am besten passt.

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