Jasmina Hunziker: Willkommen im Bücherchaos

Weiter geht es mir der Serie von Jasmina Hunziker über ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Basel: Die ersten drei Wochen sind vorbei und ich bin nun mitten drin in diesem Jus Studium. Das grosse Thema am Anfang jeder Vorlesung, welche Bücher brauchen wir? Welche Autoren schreiben die besten Bücher?

Was nützt uns wirklich beim Lernen usw. Die Bücherfrage ist nicht nur eine Frage nach dem besten Buch, sondern auch wie viel Geld will man ausgeben. Die juristischen Bücher und Gesetzessammlungen haben meistens nicht nur viele Seiten, sondern sind auch sehr teuer. Die Professoren stellen jeweils 2-3 Bücher vor und geben Empfehlungen ab. Grundsätzlich ist es uns Studierenden aber selber überlassen mit welchen Büchern wir arbeiten möchten.

Die Strafrechtsvorlesung haben wir bei Professor Mark Pieth und er hat uns natürlich sein eigenes Buch (Schweizerisches Strafrecht. Allgemeiner Teil I) empfohlen und er hält sich in der Vorlesung auch an dieses Buch. Weitere Empfehlungen sind: Schweizerisches Strafrecht. Allgemeiner Teil I: Die Straftat von Günter Stratenwerth und das Buch: Strafrecht Allgemeiner Teil von Kurt Seelmann und Christopher Geth. Bei der OR AT Vorlesung bei Professor Corinne Widmer Lüchinger stehen die Bücher Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil von Peter Gauch, Walter R. Schluep und Jörg Schmid zur Auswahl, sowie Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil von Ingeborg Schwenzer.

Im Staatsrecht hiess es von Anfang an: wer die Bundesverfassung nicht dabei hat muss eigentlich gar nicht erst kommen. Diese Ansage hat aber gewirkt und alle Studierenden laufen in der Vorlesung und im dazugehörigen Tutorat immer mit dem roten Büchlein umher. Ansonsten wird das Buch Schweizerisches Verfassungsrecht von René Rhinow, Markus Schefer und Peter Uebersax empfohlen, das Buch Allgemeines Staatsrecht von Walter Haller, Alfred Kölz und Thomas Gächter, sowie das Buch Schweizerisches Bundesstaatsrecht von Ulrich Häfelin, Walter Haller und Helen Keller. Das erste Semester haben wir Staatsrechtsvorlesung bei Frau Dr. iur. Vanessa Rüegger und im zweiten Semester bei Professor Markus Schefer.

Das Fach Rechtsgeschichte ist ein Fall für sich. Nicht nur weil es ein 3 Credit Fach ist, sondern auch wegen dem rein geschichtlichen Inhalt. Man muss Geschichte sicher gern haben für dieses Fach. Viele Studierende unterschätzen diese Prüfung und die Durchfallquote ist scheinbar jedes Jahr relativ hoch. Der Professor vom ersten Teil der Vorlesung René Pahud de Mortanges freut sich jedes Mal noch so viele Studierende im Hörsaal anzutreffen.

Des Weiteren gibt es im ersten Semester eine kleine juristische Arbeit zu schreiben. Ziel ist es, die Methode des juristischen Arbeitens zu lernen und mit der Literatur, Gesetze, Kommentare und Datenbanken wie Swisslex und Legalis umzugehen. Die Vorlesung juristisches arbeiten wird geleitet von Dr. iur. Stephan Schlegel.

Nun aber zurück zur grossen Frage welches Buch oder welche Bücher sind die besten? Soll ich mit den grünen Stämpfli Bücher lernen? Zwei verschiedene Bücher pro Vorlesung lesen oder reicht das Buch vom Professor der jeweiligen Vorlesung? Was sagen die Juristen und Anwälte, die das Studium schon hinter sich haben?

Ich werde mich nun sicher in verschiedene Bücher einlesen und versuchen mich in der Welt der juristischen Literatur zurechtzufinden. Für Tipps und Empfehlungen bin ich dankbar und ich freue mich auf eure Kommentare.

Bis bald wieder!

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