FINMA-Aufsichtsmitteilung 08/2020: LIBOR-Ablösung im Derivatebereich

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA empfiehlt den von der LIBOR-Ablösung betroffenen Beaufsichtigten, das neue Rückfallprotokoll der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) frühestmöglich zu unterschreiben.

Der Wegfall des LIBOR rückt näher. Der volumenmässig grösste Anteil der weiterhin an den LIBOR gebundenen Verträge sind Over-the-Counter-Derivate (OTC-Derivate). Die FINMA hat im Juni 2020 in einer Erhebung bei Schweizer Instituten hierzu festgestellt, dass OTC-Derivate mit einem Volumen von über 11.5 Billionen Franken über das Jahr 2021 hinaus vertraglich an den LIBOR gebunden sind.

Die ISDA hat am 9. Oktober 2020 ihre IBOR-Rückfalldokumente für solche OTC-Derivate angekündigt, siehe Link. Die FINMA empfiehlt den betroffenen Beaufsichtigten, das Rückfallprotokoll und die erwarteten äquivalenten Änderungen der Schweizer Rahmenverträge für OTC-Derivate frühestmöglich zu unterschreiben. Die Anwendung der neuen Rückfalldokumente von möglichst vielen Vertragsparteien von OTC-Derivaten sieht die FINMA als essentiell an, damit die hohen Risiken, die mit dem Wegfall des LIBOR einhergehen, minimiert werden können. Nach dem Inkrafttreten der ISDA-Rückfalldokumente im Januar 2021 sollten keine neuen LIBOR OTC-Derivateverträge ohne robuste Rückfallklauseln eingegangen werden.

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